Wird die Bibel in Pakistan verboten?

Eine Gruppe fanatischer Moslem-Kleriker hat in Islamabad eine Petition eingereicht, daß die Bibel in Pakistan verboten werden soll. Es ist überhaupt nicht unmöglich, daß ein solcher Antrag durchkommt. Denkbar wäre auch, daß die Bibel nur gekürzt und zensiert gedruckt werden kann. Pakistan hat schon seit Monaten ein scharfes Blasphemiegesetz, nach dem bei Beleidigung des Propheten Mohammed die Todesstrafe droht, wobei natürlich jede Kleinigkeit an den Haaren herbeigezogen werden kann.

Christen leben in Pakistan sowieso in permanenter Todesgefahr. Christliche Mädchen werden entführt, vergewaltigt oder mit einem Moslem zwangsverheiratet, und hat der Nachbar ein Auge auf das Grundstück eines Christen geworfen, muß er nur sagen, er hätte gesehen, daß dieser den Koran auf den Boden warf, und schon setzt sich ein islamischer Mordmob (Foto) in Bewegung, brennt Häuser und Kirchen der Christen nieder, vertreibt und ermordet sie. Hier die Pakistan Christian Post, die im Internet ziemlich gut erreichbar ist und laufend über derartige Fälle berichtet!

Die Christen in Pakistan sorgen sich wegen Forderungen aus radikalislamischen Kreisen, die Bibel zu verbieten. Radikale muslimische Gelehrte empfinden Teile des Alten Testaments als „pornographisch“ und gotteslästerlich. Beispielsweise kritisieren die Islamisten, dass die für Muslime als Propheten verehrte Gestalten wie etwa die Könige David und Salomo in der Bibel als Menschen mit Fehlern und Schwächen beschrieben werden. Mit ihrer Forderung nach einem Bibelverbot haben sie sich an den Obersten Gerichtshof Pakistans gewandt.

An dieser Stelle  möchte ich hinzufügen, dass Moral von islamischen Propheten Mohammed sehr niedrig war. Den islamischen Überlieferungen zufolge war Aischa beim Eheschließungvertrag mit Mohammed sechs und beim Vollzug der Ehe neun Jahre alt. Wie kann man vor so einem Propheten Respekt haben, der ein Kind mißhandelt?!

Der Sprecher von „Kirche in Not“, John Pontifex, erläutert uns, wie es zu dieser Eskalation kommen konnte.

„Eine radikale islamistische Partei nutzt das Blasphemiegesetz, um die Christen unter Druck zu setzen. Sie hatten zuerst gesagt, dass die Bibel ein pornographisches Werk sei. Dann fügten sie an, dass die Bibel zu unmoralischen Handlungen aufrufe. Man muss betonen, dass nicht alle Muslime in Pakistan dieses Ansinnen teilen. Es geht um eine ganz bestimmte Partei. Der Oberste Gerichtshof hat bisher noch nichts entschieden.“

Nach den Worten des Anführers dieser Partei ist das Vorhaben eine Antwort auf die seinerzeit geplante, aber letztlich abgesagte Koranverbrennung des US-amerikanischen Geistlichen Terry Jones. Dieser hatte einen Scheinprozess gegen den Koran veranstaltet und das Buch für „schuldig“ befunden, zu Mord und Vergewaltigung aufzurufen.

„Wir sollten nicht vergessen, dass die katholische Kirche in Pakistan unter sehr schweren Umständen lebt. Ich erinnere beispielsweise an den Mord an dem katholischen Politiker Shabaz Bhatti. Wer sich in Pakistan derzeit gegen das Blasphemiegesetz einsetzt, muss um sein Leben fürchten. Deshalb muss die katholische Kirche in Pakistan immer mit Bedacht auf solche Forderungen wie das Bibel-Verbot reagieren.“

96 Prozent der 173 Millionen Einwohner Pakistans sind Muslime, 1,8 Prozent Hindus und 1,6 Prozent Christen.