500 Jahre Reformation – Martin Luther

Um das Jahr 1500 in einer Welt geprägt von Tod und Teufel tritt ein Mann hervor um alles zu verändern. Martin Luther. Sein Hauptprogrammpunkt is sich und den Menschen die Angst zu nehmen. Von Angst und Hunger ist die Zeit voll. Es gab Pest, Krieg, Gewalt und genug sich zu fürchten. Sogar vor Christus. Er wird als Weltenrichter gesehen. Er entscheidet wer nach dem Tod in den Himmel kommt und wer in die Hölle. Es ist ein düsteres Weltbild. Die Kirche trägt viel dazu bei. Sie redet den Menschen ein furchtbares Gewissen ein. Alle sehen sich als die Sünder. Aber irgendwas stimmt nicht an dem was erzählt.

Jeder kann es Spüren. Die Kirchen selber leben in Saus und Braus währen die anderen Demut und Bescheidenheit predigen. Und dann die Sache mit dem App lass. Diese besonders einträglichen Geschäftsmodell der Kirche. Gegen Geldzahlung werden den Gläubigen Sünden erlassen. Mit den Einnahmen finanziert die Kirche Prunk und Protz Sogar Kriege. Immer mehr Menschen bezweifeln dass das in Gottes Sinne ist. Auch Martin Luther.

Er ist Theologieprofessor im Sächsischen Wittenberg. Ihm quält die Frage, was stimmt Gott wirklich gnädig.Tatsächlich Geld oder doch Buße? Was muss ich tun um nicht in die Hölle zu kommen? Irgendwann hat er die alles entscheidende befreiende Erkenntnis.

Nur der Glaube zählt und Gottes Gnade. Der Mensch müsse nichts tun. Gott sei gnädig zu Jedem der an ihm glaubt.
Die Hölle verliert ihren Schrecken und Luther wird zum Welt verändernden Reformator. In 95 Thesen kritisiert er die Kirche und vor allem ihren zwielichtigen Ablasshandel. Damit beginnt im Jahr 1517 die Reformation. Luther will die Katholische Kirche nicht spalten, er will sie reformieren. Aber bald bezieht er immer schärfer Stellung gegen seine Kirche.

Er will jetzt generell aufräumen. Da sieht er zum einem all die Priester Mönche und Nonnen die angeblich zwischen Gott und den Menschen vermitteln müssen. „Weg mit ihnen“. Sagt Luther. Er verkündet das Priestertum aller Getauften. Jeder Christ könne direkt zu Gott sprechen und erhalte Antwort. Dann die Heiligen Anbetung, die Reliquien, die Wallfahrten, all die gewachsenen kirchlichen Bräuche. „Weg damit“ .Sagt Luther. Denn nichts davon stehe in der Bibel und die sei schließlich das einzige was zählt. Der Papst sieht sich als Stellvertreter Christi. „Weg mit ihm“. Sagt Luther. Der Papst sei der Teufel, der Antichrist, das Böse höchstpersönlich. Martin Luthers wichtigste theologische Arena ist der Kirchenraum.

Mit seinen Predigten will er die Menschen überzeugen. Im Gottesdienst spricht er darum deutsch und nicht Latein. Religiöse Riten verlieren an Bedeutung. Die Gemeinde soll zuhören, nachdenken und mitmachen. Auf der Flucht und getarnt als Junker Jörg startet Luther ein weiteres Projekt. Die Übersetzung der Bibel ins deutsche. Die gibt es normaler weise nur auf Latein. Er will das jeder sie verstehen kann.